Das ist die ultimative Lösung, oder? Messer scharf analysiert und auf den Punkt gebracht: Sperrt alles! Kein ChatGPT, kein Copilot, kein Perplexity – nichts. So seid ihr sicher, dass keine vertraulichen Informationen eures Unternehmens mehr in die KI wandern. Klingt plausibel. Klingt effektiv. Klingt… falsch. Die Realität sieht ganz anders aus: Mitarbeitende nutzen KI bereits…

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Sperrt alle KI-Tools, um sicherzustellen, dass keine Daten in die KI laufen!

Das ist die ultimative Lösung, oder? Messer scharf analysiert und auf den Punkt gebracht: Sperrt alles! Kein ChatGPT, kein Copilot, kein Perplexity – nichts. So seid ihr sicher, dass keine vertraulichen Informationen eures Unternehmens mehr in die KI wandern. Klingt plausibel. Klingt effektiv. Klingt… falsch.

Die Realität sieht ganz anders aus:

Mitarbeitende nutzen KI bereits – täglich und quer durch alle Abteilungen. Manche exzessiv, andere weniger, aber Fakt ist: Es passiert. Viele greifen auf Gratisversionen zurück, bei denen eure Daten sofort ins KI-Modell einfließen und dadurch öffentlich werden können. Einige verwenden sogar bezahlte Versionen, vergessen aber oft, Sicherheitsfunktionen zu aktivieren. Eure Daten verlassen also schon jetzt das Unternehmen – unkontrolliert.

Und wenn ihr jetzt alle Tools sperrt?

Dann nutzen Mitarbeitende einfach private Geräte. Die Daten wandern nicht nur in die Cloud und KI, sondern landen plötzlich auch noch auf privaten Laptops oder Handys. Damit habt ihr das Problem nicht gelöst, sondern verschärft.

Ein Verbot? Illusorisch.

Selbst mit Reglementen wird die Nutzung weitergehen. Warum? Weil KI Zeit spart und die Qualität der Arbeit steigert. Wenn etwas effizienter und besser funktioniert, ignorieren viele Verbote. Heimliche Nutzung wird zur Normalität, und ihr verliert komplett die Kontrolle.


Was bleibt also wirklich?

Aufklärung und Schulung:

  • Erstellt einfache Schulungsunterlagen: Was ist KI? Was macht sie mit Daten? Welche Gefahren bestehen für euch persönlich und für das Unternehmen?
  • Simples Fact Sheet: Welche Daten dürfen wo genutzt werden?

Klare, sichere Alternativen:

  • Entscheidet euch für eine bezahlte und vom Information Security/Conpliance Officer & Legal geprüfte KI-Lösung, die von eurem Unternehmen freigegeben ist.

Investiert – nicht widerwillig, sondern mit Überzeugung:

  • Eine Lizenz kostet vielleicht 30.– im Monat. Eine Stunde Arbeit eurer Mitarbeitenden kostet irgendwo zwischen 80.– und 120.–. Wenn KI den Arbeitsaufwand um 20 Minuten im Monat reduziert, seid ihr bereits im Plus.
  • Aber der finanzielle Aspekt ist nur die Spitze des Eisbergs. Mittelfristig hebt KI die Qualität, optimiert Prozesse und eröffnet völlig neue Möglichkeiten.

Denkt langfristig:

KI verändert nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Art und Weise, wie wir arbeiten. Heute spart sie Stunden bei der Erstellung von Dokumentationen, Anträgen oder Manuals. Morgen könnte eine GPT-Lösung automatisch rollenbasierte Analysen aus euren Daten generieren: „In meiner Rolle als CFO, was sind die finanziellen Auswirkungen?“ oder „Als Chief of Staff, welche Risiken sehe ich hier?“

Fazit:

Sperren ist einfach. Aber Kontrolle durch Verständnis und smarte Strategien wird euch als Unternehmen langfristig weiterbringen. Die Frage ist nicht, ob KI kommt – sie ist schon da. Die Frage ist, wie ihr sie nutzt, um effizienter, sicherer und innovativer zu werden.