Es ist wieder soweit – die Jahresziel-Planung steht an. Das Ritual, in dem wir wochenlang Zeit investieren, alles minutiös durchplanen und am Ende mit Stolz unsere PowerPoints füllen. Wir strotzen vor Tatendrang und Zuversicht… bis irgendwann Mitte Januar.
Dann schlägt die Realität zu: Der Plan war schön, aber die Realität leider auch. Schon im Februar bricht die „F**K, das läuft doch nicht so“-Erkenntnis durch. Wir sitzen da und überlegen: Folge ich stur dem Plan, weil der Bonus lockt? Oder passe ich mich den sich wandelnden Marktanforderungen an und stelle sicher, dass wir wirklich relevante Ergebnisse liefern?
Aber natürlich, ganz so einfach ist das nicht! Im April – wenn wir dann mutig waren und uns umorientiert haben – rollen die ersten Fragen rein: „Warum weicht ihr vom ursprünglichen Plan ab?“ Und so beginnt das Spiel von Neuem: „Budget anpassen, Märkte erklären, externe Faktoren einrechnen“ – die klassischen Fragen, die wir uns alle stellen, wenn der Markt plötzlich ein Eigenleben entwickelt. Vor allem nach politischen Ereignissen wie Wahlen oder einer unerwarteten Marktverschiebung.
Bis wir alle Eventualitäten erklärt haben, hat sich das Blatt bereits erneut gewendet. Willkommen im komplexen, volatilen und – sagen wir’s, wie es ist – leicht frustrierenden Wirtschaftsleben.
Was ich daraus gelernt habe? Kurzfristiger planen, langfristig denken.
🌟 Mein Credo: Jahresziele nur als grobe Himmelsrichtung festlegen. Den Weg dorthin jedoch in iterativen, erreichbaren Schritten gehen und regelmäßig überprüfen, ob wir noch auf Kurs sind – oder ob wir die Segel neu setzen sollten. OKRs sind dabei mein Werkzeug der Wahl. Denn: lieber kleine Schritte, die wir anpassen können, als große Schritte, bei denen wir das Risiko tragen, uns im Nirgendwo zu verlieren.
Tipp: Jahresziel:“OKR-Kultur leben“
Statt starrer Jahresziele, setze als Ziel, dass ihr die OKR-Methode anwendet, um flexibel und fokussiert zu bleiben. Nutze Quartalsziele, um das große Ganze in kleinen, messbaren Schritten zu erreichen. So bleibt das Team motiviert, und ihr könnt schnell anpassen, wenn nötig.
In der heutigen Welt ist es wichtiger denn je, flexibel zu sein. Langfristig denken, kurz planen. Jahresziele? Die müssen nicht weg – aber sie sollten anpassbar und iterativ gestaltet sein. Das bringt uns weiter als jeder statische Plan es je könnte.